10 Tipps für einen guten Website-Text

Nikolaus Kolba
Nikolaus Kolba

März 10, 2022

Lesedauer: 5 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Du willst eine Website erstellen, weißt aber nicht, wie du guten Content produzierst? Kein Problem! Mit unseren 10 Tipps bekommst du eine einfache „Schritt für Schritt-Anleitung“, wie du einen guten Website-Text schreibst. So kannst du deinen Lesern Content mit Mehrwert bieten, der langfristig für garantiert mehr Traffic sorgt!

1. One-Pager oder klassische Webseite?

Diese Frage solltest du dir stellen, bevor du mit der Erstellung deiner Website loslegst. Charakteristisch für einen One-Pager ist die auf den Punkt gebrachte Kommunikation mit dem User. Alle relevanten Informationen kommen auf eine Seite, der Leser wird kontinuierlich von oben nach unten geführt.

Im Gegensatz zu einer klassischen Website, die ein horizontal angeordnetes Menü aufweist. Der Text für einen One-Pager sollte deshalb nicht zu lang und ausführlich sein. Die Menüleiste kann fixiert werden, sodass sie „mitwandert“. Ein One-Pager bietet sich vor allem für kleinere Unternehmen, Dienstleister und Selbständige an.

2. Was sol ich schreiben?

Am einfachsten ist es, wenn du dir zunächst eine grobe Gliederung für deinen Inhalt erstellst. Stelle dir vor dem Schreiben folgende Fragen:

  • Was ist mir wichtig?
  • Welche Informationen will ich vermitteln?
  • Was ist meiner Zielgruppe wichtig?
  • Wie kann ich meine Zielgruppe am besten erreichen?
  • Wie gliedere ich sinnvolle Abschnitte?
  • Soll es ein Blog, eine Unternehmer-Website oder ein Online-Shop werden?

Überlege dir eine sinnvolle Struktur, wie du deine Themen im Text unterbringen kannst und wo du deine „Call to Actions“ (Handlungsaufforderung an den User) setzen willst. Hast du diese Fragen beantwortet, kannst du dir anhand deiner Gliederung eine Sitemap (Menü) erstellen, die du später detailliert ausarbeitest.

3. SEO-Optimierung

Mit SEO (engl. „Search Engine Optimization“) machst du deinen Text im Netz sichtbar. Neben dem Mehrwert, den du deinen Lesern bietest, solltest du auch „Maschinengerecht“ schreiben. Google analysiert jeden Content nach spezifischen Mustern und ordnet ihn anschließend der Kategorie „relevanter Inhalt“ oder „nicht relevanter Inhalt“ zu. 

Um deinen Content zu einem „relevanten Inhalt“ zu machen, solltest du dich also mit SEO-Optimierung beschäftigen. Dazu zählen zum Beispiel: Die Verwendung von Keywords, Suchintention der User, eine ansehnliche Textstruktur, Heads und Zwischen-Heads sowie interne Verlinkungen. Natürlich gibt es noch eine Menge mehr SEO-Maßnahmen, für den Anfang dürfte es jedoch reichen, die nachfolgenden zu beachten.

4. Keywords

Keywords kannst du mithilfe des kostenlosen Keywordplanners von Google recherchieren und sinnvoll in deinen Text einbauen. Wichtig: Die ausgewählten Keywords müssen immer in der Headline auftauchen. Nehmen wir an, du schreibst einen Mode-Blog und du recherchierst wichtige Keywords wie „Mode“, „Trends“, „Outfit“ etc. 

Diese Begriffe werden häufig gesucht, haben aber auch einen hohen Wettbewerb. Das heißt, du hast viel Konkurrenz durch andere Websites in diesem Bereich. Achte am besten darauf, Keywords auszuwählen, die ein starkes Suchvolumen, aber nur einen geringen Wettbewerb haben. 

Das ist gar nicht so leicht, kann sich aber lohnen. Weil dein Inhalt die Suchbegriffe vieler Nutzer abdeckt und du außerdem wenig Konkurrenz hast, landen die User ausschließlich auf deiner Seite. Womit wir zur nächsten SEO-Maßnahme kommen: Die Suchintention.

5. Suchintension

Die Suchintention deiner Leser ist ein wichtiger Aspekt für die SEO-Optimierung eines Textes. Du musst wissen, wie deine Leser im Netz suchen. Dabei hilft die Google-Autofill-Funktion. Am besten gehst du in den Gastmodus, weil Chrome sonst keine neutralen Suchintentionen anzeigen wird. 

Schreibe dein Keyword in die Suchleiste und prüfe, wie Google die Frage vervollständigt. Die Autofill-Funktion nutzt immer die meist gestellten Fragen der User, um dir deine Suche zu erleichtern. Daran kannst du erkennen, was in Verbindung mit deinem Keyword oft gesucht wird. 

Wenn du dich für eine vorgeschlagene Frage entscheidest und auf „Enter“ drückst, siehst du außerdem, welche Seiten zuerst angezeigt werden. Ein wichtiger Hinweis auf die Antwort / die Lösung der Userfrage. 

Überprüfe außerdem „ähnliche Suchanfragen“, die Google einblendet. Kannst du Sie in deinem Text beantworten, hast du große Chancen, dass sich dein Traffic bald erhöht!

6. Textstruktur

Seriöse Informationen sind für deine Leser wichtig. Sie enthalten den Mehrwert, den du für deinen Text brauchst. Es ist sinnvoll, diese Informationen gut zu gliedern. Kein Leser wird sich gerne durch ellenlange Textseiten quälen, um eine Antwort auf seine Frage zu finden. 

Strukturiere deshalb deinen Inhalt in thematische Absätze mit passenden Headlines. Auch die Größe der Headlines (H1, H2, H3 usw.) sollte passend zum Abschnitt gewählt werden. Da Google die Dokumentstruktur liebt, sollte die H1 nur für die Hauptüberschrift gewählt werden. 

Anschließend folgt eine kleinere Headline, die H2. Gestalte deine Absätze so, dass sie für das Auge angenehm zu lesen sind. Natürlich kannst du wichtige Wörter, z.B. deine Keywords, fetten, um deinem Leser auf Anhieb die wichtigen Stellen im Text zu zeigen.

7. Headlines (Überschriften)

Nichts geht über gute Headlines – Denn deine Leser werden deinen Text meist überspringen. Die Headline fällt zuerst ins Auge, danach folgen Themengerechte Bilder (die du unbedingt zwischen deinen Text setzen solltest). Der Text wird überflogen und auf das gewünschte Ergebnis gescannt.

Deshalb können gefettete Begriffe hilfreich sein. Sie führen deine Leser zu den wichtigen Textstellen, in denen die Antwort auf ihre Frage steckt. Headlines solltest du zum Schluss schreiben, wenn der Textkorpus fertig ist. Eine gute Headline erzählt in wenigen Worten das Wesentliche

Neben deinem zentralen Keyword sollte die Headline neugierig machen und gleichzeitig ein kleiner Vorausblick auf den kommenden Textabsatz sein. So kannst du auch Leser catchen, die vielleicht nur zufällig auf deiner Website gelandet sind.

8. Einzigartiger Content

Mit einzigartigem Content kannst du deinen Lesern den gewünschten Mehrwert bieten. Selbst wenn sich ein Leser auf deine Seite verirrt haben sollte, kannst du ihn von deinem Produkt / deiner Leistung / deinem Wissen überzeugen – wenn der Text ihn wirklich begeistert

Je nachdem was dein Themengebiet ist und welche Leistung du mit deinem Text bereitstellen willst (Blog, Produkte, Dienstleistung etc.), solltest du dich als echter Spezialist erweisen. Die meisten Leser mögen es, neue Dinge zu erfahren, sich auf einfache Art Fachwissen anzueignen, oder echte „Schnäppchen“ zu ergattern. 

Rücke deinen USP (Unique Value Proposition), also dein Alleinstellungsmerkmal ins Licht. Zeige deinen Lesern, dass du Ihnen die perfekte Lösung Ihres Problems bieten kannst – zu einem unschlagbaren Preis!

9. Grammatik

Fehlerfreie Texte sind das A und O für eine gut gerankte Website. Wenn deine Seite vor Rechtschreibfehlern strotzt, kommst du bei deinen Lesern nicht gerade professionell rüber. Das bestraft auch Google, indem dein Text in den Suchergebnissen weit nach hinten rückt. 

Überprüfe deine Texte immer wieder auf Fehler! Solltest du dir unsicher sein, sieh im Duden nach! (Den gibt es mittlerweile zum Glück auch Online) Echter Mehrwert geht einher mit guter Sprache. Das bedeutet nicht, dass du mit Fachwörtern um dich schmeißen musst. Im Gegenteil! 

Du solltest leicht verständliche und nicht zu lange Sätze verwenden, am besten in der Sprache deiner Zielgruppe (Sind es eher ältere oder jüngere Menschen? Welchen Bildungsstand hat deine Zielgruppe?). So kannst du sicher sein, dass deine Inhalte auch gut verstanden werden.

10. Aktualität

Google bevorzugt Seiten, die aktuell sind und immer wieder bearbeitet werden. Das ist bei einem Blog einfacher, als bei einer Unternehmer-Website. Um für Aktualität und neuen Input zu sorgen, kannst du aber auch einen Blog auf deine Website integrieren. Natürlich eignen sich auch die bekannten Social-Media-Kanäle, um für Aktualität zu sorgen. 

Füttere deine Leser mit News, stelle neue Produkte oder neue Mitarbeiter vor. Arbeite deinen thematischen Schwerpunkt Stück für Stück aus. So bleiben deine Inhalte nicht nur aktuell, sondern passen sich auch den Vorstellungen und Wünschen deiner Leser an – keiner will schließlich immer das Gleiche lesen.

Fazit

Du siehst, es müssen viele Faktoren bedacht werden, um einen erfolgreichen Online-Text zu schreiben. Doch keine Angst, Übung macht den Meister! Mit diesen 10 Tipps kannst du Schritt für Schritt deinen Website-Text optimieren. 

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